Prüfung Betriebskostenabrechnung

Landläufig werden die im Mietverhältnis oder auf Ihrer jährlichen Abrechnung erscheinenden „Betriebskosten“ als „Nebenkosten“ bezeichnet. Diese Begrifflichkeit ist jedoch nicht immer ganz korrekt. Die Betriebskosten werden systematisch  in „warme“ Betriebskosten, also Kosten im Zusammenhang mit Heizung und Warmwasser, und „kalte“ Betriebskosten unterschieden. Die kalten Betriebskosten umfassen beispielsweise die Grundsteuer, Gebühren für Wasser, Abwasser, Straßenreinigung und Müllabfuhr und  Hausreinigung. Aber auch Versicherungen, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinreinigung,  Hausmeister und vieles mehr fasst man unter diese „kalten“ Betriebskosten. Dabei ist der Abrechnungsschlüssel für Betriebskosten (Umlageschlüssel) besonders relevant und wird vom Mieter besonders beachtet werden.  Denn damit ist auch die Prüfung der Nebenkostenabrechnung vorzunehmen. Hier ist festzustellen wie der korrekte Abrechnungsschlüssel überhaupt festgelegt wurde. Entspricht er überhaupt geltendem Recht? Der Vermieter hat ein Anrecht darauf Kosten nach der gesetzlichen Zulässigkeit umzulegen. Für die andere Partei, den Mieter ist es von Interesse, eine transparente und nachprüfbare Abrechnung der Betriebskosten zu erhalten. Rechtliche Schritte gegen eine solche Abrechnung zu unternehmen, sollte immer erst der letzte Schritt sein, denn die Kosten für einen Anwalt und ein mögliches Gerichtsverfahren können enorm sein.